Männchen lieben Wasser, Weibchen halten sich im Wald auf – erste Ergebnisse der Studie über den Guyana-Harlekinfrosch

Seit 2008 befinden sich Zuchtgruppen der Guayana-Harlekinfrösche in einem gemeinsamen Zuchtprojekt der Zoos in Köln und Zürich und im Atlanta Botanical Garden. Eine Nachzucht in Menschenobhut gelang aber bislang nicht. Aus diesem Grund untersuchte Dr. Stefan Lötters mit der Unterstützung des Amphibien-Fonds von Stiftung Artenschutz/VDZ diese Tierart in Französisch-Guyana.
Die Studie lieferte interessante Erkenntnisse zur Lebensweise der Art im Freiland. Männchen und Weibchen halten sich in verschiedenen Lebensräumen auf, unabhängig von Trocken- oder Regenzeit: Männchen sind Bachbewohner, während dessen sich Weibchen im Wald aufhalten. Dazu halten sich Männchen fast stets auf der Vegetation auf und die Weibchen auf dem Boden.
Die Ergebnisse der Freilanduntersuchungen liefern wichtige Hinweise dazu, wie Terrarien für der Erhaltungszucht eingerichtet werden und wie die Guyana-Harlekinfrösche gepflegt werden sollen. Damit trägt die Studie dazu bei, die Zuchtbedingungen zu verbessern und eine Nachzucht der Art in Menschenobhut zu ermöglichen.

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