Biologische Vielfalt schwindet ungebremst weiter - UN stellt Biodiversitätsbericht vor

Die Biologische Vielfalt schwindet weiterhin rasant – das bestätigt der „Global Biodiversity Outlook“, ein UN-Bericht über der Zustand der Artenvielfalt weltweit. Im Jahr 2002 auf dem auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg wurde von vielen Staaten vereinbart, bis 2010 den Verlust der Biodiversität aufzuhalten. Doch bislang ist das nicht gelungen, bestätigt der Bericht, der Anfang Mai auch in Deutschland vorgestellt wurde.

Das Sekretariat des UN-Übereinkommens gelangt zu alarmierenden Ergebnissen: Die natürlichen Lebensräume schwinden weiterhin rasant, fast ein Viertel aller Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht, und die Bestände vieler Wirbeltiere sind in weniger als 40 Jahren durchschnittlich um fast ein Drittel zurückgegangen.
Besonders besorgniserregend ist, dass die Hauptursachen für den weltweiten Verlust der Artenvielfalt, wie die Zerstörung und Übernutzung von Lebensräumen und Arten, Umweltverschmutzung sowie invasive Arten und Klimawandel, nicht ernsthaft bekämpft werden. Dazu werden „Fragen der biologischen Vielfalt immer noch nicht ausreichend in übergreifende politische Maßnahmen, Strategien und Programme eingebunden“.
Doch es gibt auch positive Ergebnisse. In einigen Regionen konnte die Entwaldung der Mangroven und Tropenwaldgebieten eingedämmt werden. Durch das Biodiversitätsziel wurden internationale Finanzmittel für Schutzmassnahmen mobilisiert und Fortschritte in Forschung und Wissenschaft gemacht. Weltweit wurden zusätzliche Schutzgebiete erschaffen und es wurden Initiativen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und gegen die Ausbreitung nicht heimischer, invasiver Arten ins Leben gerufen.

Deutsche Zusammenfassung des Berichts    Lesen Sie den Originalbericht (in Englisch)

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