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3. Quartal 2010


Tierpark Zittau von Neiße-Hochwasser überflutet - dringend Spenden erbeten   10.08.2010

Das Hochwasser von Mandau und Neiße hat am Sonnabend (7. August 2010) den in der Weinau gelegenen Tierpark Zittau innerhalb von nur 30 Minuten fast vollständig überflutet. Auch unter Aufbietung aller Kräfte konnte das Tierparkteam nicht alle der 360 Tiere retten. An Verlusten sind zehn Lamas, ein Pferd, ein Gürteltier, ein Ara sowie einige weitere Tiere zu beklagen. Viele von ihnen waren stadtbekannte Tierpersönlichkeiten. Strömung und einsetzende Dunkelheit erschwerten die dramatischen Rettungsaktionen. An manchen Stellen betrug der Wasserhöchststand bis zu zweieinhalb Meter.

„Viele Tiere waren in Panik, auch durch die umgestürzten Bäume“, beschreibt Tierparkdirektor Bernd Großer die kritische Situation. So konnte Trampeltier "Mustafa" erst nach 14 Stunden dazu bewegt werden, denjenigen Platz zu verlassen, an dem es von der Flut überrascht wurde. Ebenso schwierig gestaltete sich die Rettung eines Pferdes, das bereits bis zum Hals im Wasser stand und nicht von der Seite seines toten Artgenossens weichen wollte.

Die Schäden an Gebäuden und Gehegen sind enorm und lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Vom Ernst der Lage überzeugte sich vor Ort im Tierpark auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Bis zu 1,5 Meter hoch stand das Wasser am Montag noch in den niedriger gelegenen Geländeteilen. Im Laufe des Dienstags soll voraussichtlich mit dem Abpumpen des Wassers aus den Senken des Geländes durch das THW begonnen werden.

Die verbliebenen Tiere befinden sich inzwischen in Sicherheit. Soforthilfe bei der Versorgung mit Futter sowie der Unterbringung von Tieren leistete der Tierpark Görlitz. Auch Privatleute nahmen zahlreiche Tiere auf. Jörg Adler, Vorstandsmitglied der Stiftung Artenschutz und Direktor des Allwetterzoos, bot spontan Unterstützung an.

Die Deutsche Tierpark-Gesellschaft hat eine Hilfsaktion ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese nach Kräften mit Überweisungen auf folgendes Spendenkonto:

Deutsche Tierpark-Gesellschaft
Kontonummer: 10 41 77 001
Bankleitzahl: 800 636 48
Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG




Das artenschutz-journal Nr. 7 ist erschienen   26.07.2010

Unser artenschutz-journal ist da!
Wir berichten über das Schutzprojekt Goldkopflangur auf der vietnamesischen Insel Cat Ba. Seit dem Jahr 2000 engagieren sich zahlreiche Partner, darunter auch die Stiftung Artenschutz, für die Rettung dieser extrem gefährdeten Tierart. Erfahren Sie mehr über die Geschichte und die Erfolge des Projektes und warum der vietnamesischen Goldkopflangur dem neuseeländischen Kiwi ähnlich ist.

Die Amphibien sind die meist bedrohte Tiergruppe weltweit – jede dritte Art ist gefährdet. Der globale Rückgang von Kröten und Frösche veranlasste die Zooverbände im deutschsprachigen Raum, sich langfristig für die Rettung der Amphibien einzusetzen. Daher haben sie ein Sonderkonto eingerichtet, das von der Stiftung Artenschutz verwaltet wird – der „Amphibien-Fonds“. Die aktuelle Ausgabe des artenschutz-journals informiert über aktuelle Schutzmaßnahmen und Projekte des Amphibien-Fonds.

In unserem Journal finden Sie außerdem einen spannenden Bericht über die Zucht- und Schutzstation für Amphibien im Aquazoo – Löbbeke Museum Düsseldorf. Wir erzählen nicht nur über die heimischen Arten, die in den Zooteichen ein Lebensraum finden, sondern auch über die Exoten, für dessen Schutz ein spezieller Zuchtraum eingerichtet wurde.

Außerdem stellen wir den neuen Artenschutzfonds und die Projekte des Zoo Augsburg vor. Und aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland berichten wir über eine beispielhafte Kooperation zum Klimaschutz zwischen dem Allwetterzoo und den Stadtwerken Münster.
Weitere Themen:
-Schutzprojekt für den Lear-Ara: Fotobericht aus der Serra Branca
-Amphibienschutz am Angelgewässer: ein neues Projekt der Stiftung Artenschutz
-Ergebnisse der Titicaca-Riesenfrosch-Studie
-ACCB: die 10-jährige Annika aus Dresden unterstützt die kambodschanische Auffang- und Zuchtstation

Die digitale Version können Sie auch auf unserer Webseite in der Rubrik „Downloads“ herunterladen. Gerne schicken wir Ihnen auch ein kostenloses Druckexemplar zu, rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Download artenschutz-journal Nr.7


Die Nerze ziehen ein - Schaugehege in Niedersachsen nimmt Betrieb auf   09.07.2010

Das von der Stiftung Artenschutz unterstützte Projekt zur Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes am Steinhuder Meer in Niedersachsen hat die nächste Etappe erreicht. Das Schaugehege auf dem Gelände der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenagen ist schon besetzt – die ersten Tiere sind eingezogen. Das für Besucher zugängliche Gehege ermöglicht Klein und Groß die Tiere problemlos zu beobachten. Auch die spezielle Zuchtanlage, in dem Nerze aufgezogen und

auf die spätere Auswilderung vorbereitet werden, nähert sich der Fertigstellung.
Die Rückkehr des Europäischen Nerzes


Goldkopflangur – Umsiedlung offiziell genehmigt   09.07.2010

Die Goldkopflanguren leben ausschließlich auf dem Cat Ba Archipel. Früher waren viele Inseln des Archipels durch Mangrovenflächen miteinander verbunden und die Tiere konnten von Insel zu Insel wandern. Die anhaltende Zerstörung dieser natürlichen „Brücken“ hat dazu geführt, dass die Verbindung unterbrochen und die Tiere voneinander isoliert wurden. Heute leben nur noch sieben isolierte Gruppen, davon bestehen vier ausschließlich aus Weibchen. Da diese Weibchen-Gruppen keinen Kontakt zu ihrer Artgenossen haben, ist auch eine Fortpflanzung nicht möglich. Um eine natürliche Sozialstruktur zu ermöglichen und den Vermehrungserfolg zu steigern, besteht daher ein Kernpunkt des Schutzprojektes in der Umsiedlung und Zusammenführung dieser isolierten Tiere.

In den letzten Jahren hat sich das als eine extrem schwierige Aufgabe erwiesen. Doch nun ist es endlich soweit: Nach jahrelangen Bemühungen und Überzeugungsarbeit hat die Vietnamesische Regierung der Umsiedlung zugestimmt und offiziell genehmigt. Demnächst, mit dem Einsetzen der Trockenzeit, werden die ersten Goldkopflanguren umgesiedelt und mit Transpondern versehen.

Hier geht es zum Projekt


Männchen lieben Wasser, Weibchen halten sich im Wald auf – erste Ergebnisse der Studie über den Guyana-Harlekinfrosch   09.07.2010

Seit 2008 befinden sich Zuchtgruppen der Guayana-Harlekinfrösche in einem gemeinsamen Zuchtprojekt der Zoos in Köln und Zürich und im Atlanta Botanical Garden. Eine Nachzucht in Menschenobhut gelang aber bislang nicht. Aus diesem Grund untersuchte Dr. Stefan Lötters mit der Unterstützung des Amphibien-Fonds von Stiftung Artenschutz/VDZ diese Tierart in Französisch-Guyana.
Die Studie lieferte interessante Erkenntnisse zur Lebensweise der Art im Freiland. Männchen und Weibchen halten sich in verschiedenen Lebensräumen auf, unabhängig von Trocken- oder Regenzeit: Männchen sind Bachbewohner, während dessen sich Weibchen im Wald aufhalten. Dazu halten sich Männchen fast stets auf der Vegetation auf und die Weibchen auf dem Boden.
Die Ergebnisse der Freilanduntersuchungen liefern wichtige Hinweise dazu, wie Terrarien für der Erhaltungszucht eingerichtet werden und wie die Guyana-Harlekinfrösche gepflegt werden sollen. Damit trägt die Studie dazu bei, die Zuchtbedingungen zu verbessern und eine Nachzucht der Art in Menschenobhut zu ermöglichen.

Zur Amphibienkampagne


Regenwaldfest für das ACCB   09.07.2010

Im Jahr 2009 rief die 10-jährige Annika Seifert aus Dresden zusammen mit ihrer Mutter Livia eine besondere Idee ins Leben. Annika hatte die Idee, mit ihrem Kunstprojekt finanzielle Unterstützung für den Regenwald zu gewinnen und damit einem Projekt vor Ort zu helfen. Ihre Wahl ist auf die kambodschanischen Auffang- und Zuchtstation im Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) gefallen.

Für das Kunstprojekt waren mehrere Aktionen geplant. Bereits die einführende Projektwoche, die im Jahr 2009 stattfand, stieß auf große Begeisterung (lesen Sie mehr dazu in unserem artenschutz-journal 7, das in Kürze erscheint). Im Mai 2010 war es soweit – das zweite Teil des Kunstprojektes fand statt. Zusammen mit dem Dresdener Tanzstudio PICCOLINA organisierten Annika und ihre Mutter ein richtiges „Regenwaldfest“: Ein Tanzmärchen, bei dem Annika selbst mittanzte, leckere „Regenwaldkuchen“ und ein Kunstmarkt zum Thema „Kunst und Farbe im Regenwald“ begeisterten den vollbesetzten Saal. Die Tanzmärchen und der Kunstmarkt brachten über 400 Euro, die Annika und ihre Mutter zugunsten des ACCB spendeten. Zusammen mit der Spende aus der Projektwoche im letzten Jahr unterstützten sie die Auffangstation mit einer Summe von insgesamt 806,30 Euro!

Die Stiftung Artenschutz und die Leitung des ACCB bedanken sich für so viel Engagement und Begeisterung für den Regenwaldschutz und wünschen Annika und Livia Seifert weiterhin viel Erfolg!


Biologische Vielfalt schwindet ungebremst weiter - UN stellt Biodiversitätsbericht vor   09.07.2010

Die Biologische Vielfalt schwindet weiterhin rasant – das bestätigt der „Global Biodiversity Outlook“, ein UN-Bericht über der Zustand der Artenvielfalt weltweit. Im Jahr 2002 auf dem auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg wurde von vielen Staaten vereinbart, bis 2010 den Verlust der Biodiversität aufzuhalten. Doch bislang ist das nicht gelungen, bestätigt der Bericht, der Anfang Mai auch in Deutschland vorgestellt wurde.

Das Sekretariat des UN-Übereinkommens gelangt zu alarmierenden Ergebnissen: Die natürlichen Lebensräume schwinden weiterhin rasant, fast ein Viertel aller Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht, und die Bestände vieler Wirbeltiere sind in weniger als 40 Jahren durchschnittlich um fast ein Drittel zurückgegangen.
Besonders besorgniserregend ist, dass die Hauptursachen für den weltweiten Verlust der Artenvielfalt, wie die Zerstörung und Übernutzung von Lebensräumen und Arten, Umweltverschmutzung sowie invasive Arten und Klimawandel, nicht ernsthaft bekämpft werden. Dazu werden „Fragen der biologischen Vielfalt immer noch nicht ausreichend in übergreifende politische Maßnahmen, Strategien und Programme eingebunden“.
Doch es gibt auch positive Ergebnisse. In einigen Regionen konnte die Entwaldung der Mangroven und Tropenwaldgebieten eingedämmt werden. Durch das Biodiversitätsziel wurden internationale Finanzmittel für Schutzmassnahmen mobilisiert und Fortschritte in Forschung und Wissenschaft gemacht. Weltweit wurden zusätzliche Schutzgebiete erschaffen und es wurden Initiativen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und gegen die Ausbreitung nicht heimischer, invasiver Arten ins Leben gerufen.
Deutsche Zusammenfassung des Berichts      Lesen Sie den Originalbericht (in Englisch)



2. Quartal 2010


Primates in Peril – Liste der 25 gefährdetsten Primatenarten der Welt   01.04.2010

Die Weltnaturschutzunion IUCN schlägt Alarm: Knapp die Hälfte aller 634 Primatenarten der Welt ist gefährdet. Sie werden für ihr Fleisch oder für den illegalen Haustiermarkt gejagt, zu traditioneller Medizin verarbeitet und ihre natürlichen Lebensräume werden vernichtet. Alle Primatenarten stehen unter enormen Druck, aber um einige von ihnen steht es besonders schlecht.
Die IUCN hat eine Liste der 25 aktuell am stärksten vom Aussterben bedrohten Primaten verfasst: 25 Arten, die am Rande der Ausrottung stehen und die in so geringen Zahlen vorkommen, dass sie jeden Moment ganz zu verschwinden drohen. Darunter findet man einige Arten, für dessen Erhalt sich die Stiftung Artenschutz besonders einsetzt. Roloway-Meerkatze, Grauschenklige Kleideraffe, Tonkin-Goldaffe, Pandalangur und – die vielleicht seltenste Primatenart der Welt – der Goldkopflangur kämpfen um ihre letzte Überlebenschance.

Wenn Sie sich direkt für den Schutz dieser faszinierenden Tiere einsetzen möchten, können sie eine Patenschaft übernehmen. Als Pate erhalten Sie eine Urkunde und Berichte aus dem Projekt. Weitere Informationen zum Patenschaftsprogramm finden Sie hier.
Wie Sie helfen können



1. Quartal 2010


Frosch und Co. – Frühlingserwachen   31.03.2010

Jedes Jahr im Frühling erwarten wir mit Spannung das Erscheinen der ersten Frösche. Sobald die Nachttemperatur über fünf Grad steigt, verlassen Kröte, Frosch und Molch ihre Winterquartiere und machen sich auf dem Weg zu den Leichgewässern. Denn zur Fortpflanzung brauchen Amphibien Wasser.

Auf ihren Wanderungen von den Winterquartieren zu den Heimgewässern legen die Amphibien oft weite Strecken zurück. Dabei müssen sie zuweilen Straßen überqueren. Der Weg zur anderen Straßenseite wird schnell zu einer Todesfalle: Eine Erdkröte braucht bis zu 20 Minuten, um eine 15 m breite Straße zu überqueren. Selbst wenn die Tiere nicht unter den Rädern geraten, sind die Luftwirbelungen, die unter dem Auto bei höheren Geschwindigkeiten entstehen, tödlich. Deswegen ist während der Amphibienwanderungen besondere Rücksicht beim Autofahren geboten. Geschwindigkeit von maximal 30 km/h, das Beachten von Schildern, die auf Amphibienwanderungen hinweisen, und aufmerksames Fahren, besonders in der Dämmerung, können das Leben von vielen Amphibien bewahren.

Auch bei uns im Garten erwacht mit dem Frühling alles zum Leben. Mit dem Ende des Winters erscheinen Frosch und Co., angelockt durch die warmen Sonnenstrahlen. Einige Amphibien haben am Grund von unserem Gartenteich überwintert, andere suchen das Wasser zum Laichen auf. Um die Amphibienwelt in unserem Garten zu fördern, können Sie als Tierfreund optimale „amphibienfreundliche“ Bedingungen in dem Gartenteich schaffen. Da der Gartenteich kein natürliches Gewässer ist, müssen hier die biologischen Reinigungsprozesse, sowie die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung unterstützt werden. Um die Wasserqualität gesund zu halten, ist es besonders empfehlenswert, einen Teil des Gewässers im Frühjahr auszutauschen. Dazu kommt der Frühjahrsputz: Alle abgestorbenen und modrigen Pflanzenreste und der Eisfreihalter sollen von der Wasseroberfläche entfernt werden. Auch die Schlammschicht auf dem Teichboden und die Netze, die im Herbst den Laubeintrag verhindert haben, können jetzt entfernt werden.
Somit kann die Gartenteich-Saison beginnen. Und dank unseren Bemühungen werden wir bald den Froschgesang ganze Nächte lang genieße n können: quak, quak, quak, quak………



Erdmännchen und Minischwein helfen dem Prinz-Alfred-Hirsch: Tierpark Chemnitz unterstützt in-situ-Artenschutzprojekte    31.03.2010

Wer eine Tierpatenschaft in unserem Partnerzoo in Chemnitz übernimmt, leistet einen Beitrag auch für den in-situ-Artenschutz. Denn zehn Prozent von allen Patenschaftsgeldern aus Chemnitz werden für Artenschutzprojekte gespendet.
Die im Jahr 2009 gesammelten Spenden kommen dem Schutzprojekt für den Prinz-Alfred-Hirsch auf den Philippinnen zugute. Auch die Kampagne zum Schutz der europäischen Raubtiere, die bis zum Ende 2010 läuft, wird durch die Patenschaftsgeldern vom Erdmännchen und Co. unterstützt. Die Kampagne des Verbands europäischer Zoos und Aquarien (EAZA) hat zum Ziel über die Vielfalt, Bedrohung und Bedeutung unser heimischen Raubtiere aufzuklären und die Aufmerksamkeit auf dem „dreckigen Dutzend“ ( artenschutz-journal 6/2009) zu richten.



Cikananga – Letzte Rettung für Schwein und Star. Stiftung Artenschutz unterstützt das Cikananga Animal Rescue Centre auf Java    31.03.2010

Wenn die Rede von vom Aussterben bedrohten indonesischen Tierarten ist, denken die meisten an den Sumatra-Nashorn oder die Orang-Utans auf Borneo. Doch auch Java, die kleinste der Großen Sundainseln, beherbergt viele stark gefährdete Arten. Mit 130 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von über 1.000 Einwohnern pro km2 ist Java eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt.
Der enorme Bevölkerungsdruck und großflächige Waldrodungen haben die natürliche Lebensräume und viele Arten am Rande der Ausrottung gebracht. Noch haben viele heimische Arten überlebt, ihre Bestände sind aber massiv geschrumpft und benötigen Schutzmassnahmen, um überleben zu können.
Einige dieser heimischen Arten sind der stark gefährdete Schwarzflügelstar und das vom Aussterben bedrohten Java-Pustelschwein. Um diese Arten vor der Ausrottung zu bewahren wurden auf der Insel Java Rettungsmaßnahmen gestartet. Im Cikananga Animal Rescue Centre, ein in Indonesien offiziell anerkanntes Auffangzentrum für beschlagnahmte und bedrohte Tiere, findet ein Erhaltungszuchtprogramm statt. Ziel dieser Schutzmaßnahmen ist es, Populationen von Pustelschwein- und Schwarzflügelstar in Gefangenschaft aufzubauen um die Tiere in geeigneten Gebieten wieder ansiedeln zu können.
Die von der Stiftung Artenschutz unterstützte Station wird in Zukunft auch Öffentlichkeitsarbeit betreiben und eine Naturschutzbildungskampagne starten. Dazu sollen die Artenschutzaktivitäten auf anderen kritisch bedrohten Arten, wie z.B. den Java-Leoparden ausgedehnt werden.
Mit einer Spende können Sie die Arbeit der Stiftung Artenschutz zur Rettung der bedrohten Tierwelt unterstützen.



„Rettet die Frösche“: Internationaler Save the Frogs Day   24.03.2010

Mehr als ein Drittel der mindestens 6.468 Amphibienarten ist vom Aussterben bedroht. Die Tiere leiden unter Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung, invasive Arten, Krankheiten, Klimawandel und Übernutzung als Nahrungsressource und für den Haustiermarkt.
Um auf die hohe Gefährdung aufmerksam zu machen und die breite Öffentlichkeit über das weltweite Amphibiensterben zu informieren, findet am 30. April 2010 der 2. internationale „Save the Frogs Day“ („Rettet die Frösche Tag“) statt. „Save the Frogs Day“ wurde von „SAVE THE FROGS!“ ins Leben gerufen, eine gemeinnützige Organisation zum Schutz der Amphibien, zu der ein internationales Team aus Wissenschaftlern, Lehrern, Politikern und Naturschützern gehört. Zum ersten Mal wurde das Ereignis im April 2009 gefeiert.
Das Prinzip ist einfach. Bei „Save the Frogs Day“ kann jeder mitmachen, egal ob Lehrer, Schüler, Wissenschaftler oder Politiker. Schulunterricht, Vorträge, Benefizkonzerte und andere Veranstaltungen – alles ist möglich. Das Ziel der „Save the Frogs day“ ist: auf die Bedeutung der Amphibien und ihre weltweite Gefährdung aufmerksam machen. Zu diesem Anlass werden auch dieses Jahr zahlreiche internationale „Frosch-Wettbewerbe“ ausgeschrieben. Auf der Internetseite von „Save the Frogs“ ( www.savethefrogs.com) kann jeder, egal ob Profi oder Amateur, ein Gedicht, eine Zeichnung oder – dieses Jahr zum ersten Mal – einen Aufsatz oder Video zum Thema Amphibienschutz hochladen. Jeder Interessierte kann sich die Einsendungen einsehen und direkt online abstimmen.

Letztes Jahr haben Bewerber aus 15 Ländern teilgenommen, darunter USA, Kanada, China, Italien, Australien, Südafrika, Bangladesch, Papua Neu Guinea, Nepal, Portugal und die Schweiz. Wir hoffen, dass im Jahr 2010 auch Deutschland einen Platz in der Galerie der Gewinner finden wird.




„Biodiversität ist Leben“ - Internationales Jahr der Biodiversität 2010   24.03.2010

2010 wird für die Artenvielfalt ein wichtiges Jahr. Denn 2010 wurde von den Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt" erklärt. Damit soll die Bedeutung der biologischen Vielfalt sowie die Folgen ihres weltweiten Verlustes stärker im Blickpunkt von Politik und Öffentlichkeit rücken.
Am 11. Januar 2010 wurde der Auftakt des Jahrs der Biodiversität mit einer Festveranstaltung in Berlin gefeiert, wenige Tage später eröffnete auch die UNESCO das internationale Jahr der biologischen Vielfalt.
Unter dem Moto „Biodiversität ist Leben. Biodiversität ist unser Leben“ werden im Jahr 2010 weltweit zahlreiche Einrichtungen und Institutionen aktiv werden und viele Veranstaltungen und Aktionen zum Thema biologische Vielfalt stattfinden. Einen Kalender über die Veranstaltungen in Deutschland hat das Bundesumweltministerium im Internet veröffentlicht (http://kalender.biologischevielfalt.de).

Veranstaltungen im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt 2010


Wilde Tiere in Gefahr: Neues Kindersachbuch zum Thema Artenschutz erschienen    24.03.2010

Wo leben Mähnenwölfe, Kakapos und Dugongs? Warum sind Eisbären, Oryxantilopen und Suppenschildkröten gefährdet? Und was ist ein Indri?

Ein neues Kindersachbuch, mit einem Vorwort von Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoo in Münster, gibt die Antwort auf diese spannende Frage. „Wilde Tiere in Gefahr: Lebensraum, Bedrohung, Artenschutz“ animiert auch kleine Leser dazu, sich mit dem aktuellen Thema Artenschutz auseinanderzusetzen. Anhand von großartigen Illustrationen und informativen Texten über Lebensweise, Bedrohung und Schutz stellt das Buch viele gefährdete Tiere, nach Kontinenten sortiert, vor. Ein Highlight ist die CD mit 37 Tierstimmen aus aller Welt, die die bedrohte Tierwelt im eigenen Zimmer lebendig werden lässt.

Wilde Tiere in Gefahr: Lebensraum, Bedrohung, Artenschutz
von Thomas Müller

Gebundene Ausgabe: 43 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3815797705
ISBN-13: 978-3815797709
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 5 Jahren
Empfohlener Preis: EUR 16,95


Arche Noahs für Amphibien – Amphibienschutz in Vietnam    24.03.2010

Seit vielen Jahren setzt sich der Zoo Köln für den Naturschutz und die Erfassung der Artenvielfalt in Vietnam ein. Im Frühling startet ein Projekt des Zoos mit einer Amphibiennachzuchtstation in Hanoi. Mit Mitteln aus dem Amphibien-Fonds der Stiftung Artenschutz / VDZ sollen einige Paare gefährdeter vietnamesischer Arten mit offizieller Genehmigung aus der Natur entnommen und in die Amphibienzuchtstation überführt werden. Ziel des Projektes ist der Aufbau von „Reservepopulationen“ bedrohter Arten vor Ort, um für zukünftige Maßnahmen und mögliche Auswilderungsaktionen vorbereitet zu sein.


Amphibienschutz am Angelgewässer   24.03.2010

Im von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahr der Artenvielfalt beteiligt sich die Stiftung Artenschutz am Projekt „Amphibienschutz am Angelgewässer“. Nachdem bereits seit 2008 die Initiative „Sei kein Frosch - Hilf uns!“ zum Schutz von Amphibien aufgerufen hat, möchte dieses Projekt eine neue Zielgruppe für den Amphibienschutz gewinnen: die Angler. Viele Gewässer in NRW befinden sich in Pacht oder Besitz von Angelvereinen; Naturschutz wird in allen Vereinssatzungen groß geschrieben. Unterstützt durch den Landesfischereiverband Westfalen und Lippe bietet die Initiative „Amphibienschutz am Angelgewässer“ Angelvereinen Fortbildungs-seminare an und berät über Planung und Umsetzung von Amphibienschutzmaßnahmen. Denn bereits kleine Maßnahmen am Angelgewässer können große Wirkung erzielen. Dabei können z.B. neu geschaffene krautreiche Flachwasserbereiche durchaus Amphibien wie auch Fischen dienlich sein. Es besteht also Hoffnung, dass es bald wieder in deutlich mehr Gewässern quakt!
Hier geht es zur Amphibienkampagne


Biodiversität ist Leben! Zoo Osnabrück eröffnet Ausstellung zum Thema Biodiversität    24.03.2010

„Biodiversität ist Leben“ ist die Devise des internationalen Jahr der biologischen Vielfalt 2010. Was biologische Vielfalt bedeutet und welchen Nutzen und welche Bedeutung sie für die Menschen hat, verdeutlich die Info-Ausstellung „Biodiversität“, die am 14. März im Zoo Osnabrück eröffnet wurde. Die Ausstellung des Bundesamtes für Naturschutz erklärt das Konzept der Biodiversität und gibt den Besuchern Tipps, wie jeder Einzelne helfen kann, die Vielfalt zu erhalten.
Zur Auflockerung der Ausstellung sorgen zum Verkauf stehende Bilder mit den Osnabrücker Zoobewohnern. Knapp ein Viertel aus dem Erlös wird in einem Schutzprojekt zu Rettung freilebender Tapire in Ecuador fließen.


Shopping für den Regenwald: Neue Ausstellung im Allwetterzoo Münster    24.03.2010

Was hat das Einkaufen im Supermarkt mit dem Regenwald zu tun? Und warum führt der ungehemmte Konsum von Palmöl, Soja, Rindfleisch und Garnellen zur Zerstörung der natürlichen Lebensräume der Affen?
Eine Antwort darauf gibt die Dauerausstellung „Shopping für den Regenwald – Tipps und Tricks, wie der Wald voll Affen bleibt“. Ab dem 25. März können die Besucher des Allwetterzoos Münster erfahren, welcher dramatischen Folgen ihr Konsumverhalten für das Schicksal der letzten Regenwälder hat. Auf einem Monitor im Menschenaffenhaus werden die aktuellen Satellitenbilder von Waldrodungen übertragen. Bilder und Grafiken erläutern die Probleme und verdeutlichen die Zusammenhänge zwischen vielen Konsumgütern und der Zerstörung der Regenwälder. Gleichzeitig werden den Gästen wertvolle Tipps und Tricks gegeben, was man als Konsument tun kann, um den Regenwald von der Zerstörung zu bewahren und die natürliche Ressourcen nachhaltig zu schützen.
Das Konzept der Ausstellung stammt aus dem Zoo Zürich und wurde im Jahr 2008 von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) ausgezeichnet.